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Qualifikation öffentlicher Aufsichtsräte
19.04.2014 13:31 (843 x gelesen)

~~Qualifikation öffentlicher Aufsichtsräte
In Deutschland kann grundsätzlich jede natürliche, unbeschränkt geschäftsfähige Person in den Aufsichtsrat eines öffentlichen Unternehmens berufen werden.
Ein Aufsichtsratsmandat kann dabei auf drei Arten erlangt werden:
Wahl durch die Gesellschafterversammlung oder
Entsendung durch den oder die Gesellschafter oder
kraft Amtes, sogenannte „Geborene Mitglieder“
 

~~Das Land Mecklenburg-Vorpommern rät entsendenden Gremien, sich vor der Vergabe von Aufsichtsratsmandaten mit folgenden vier Fragestellungen zu befassen:
1. Bringen die vorgesehenen Personen die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten sowie fachlichen Erfahrungen mit und ergänzen diese die unternehmerischen Qualifikationen der übrigen Aufsichtsratsmitglieder.
2. Ist eine ausreichende zeitliche Verfügbarkeit gewährleistet, so dass die Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied sorgfältig und gewissenhaft ausgeübt werden kann.
3. Ist bei der Auswahl der infrage kommenden Personen auch auf Vielfalt geachtet worden und wurden Frauen angemessen berücksichtigt.
4. Besteht die Gewähr dafür, dass die vorgesehenen Personen bzw. die ihnen nahestehenden Personen oder Unternehmen keine eigenen Interessen verfolgen, die im Widerspruch zu den Interessen der Gesellschaft stehen.

Mindestkenntnisse müssen m.E. vorhanden sein über:
a. Gesetzliche und satzungsmäßige Aufgaben des Aufsichtsrats
b. Rechte und Pflichten als Aufsichtsratsmitglied
c. Kenntnisse zur Bewertung der vorzulegenden Berichte
d. Kenntnisse zur Prüfung des Jahresabschlusses
e. Kenntnisse zur Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Zweckmäßigkeit und Rechtmäßigkeit von Führungsentscheidungen
f. Nach Möglichkeit eigene unternehmerische Erfahrungen


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